Vorwort

Am 09. Dezember 2015 wäre der unvergessliche Künstler 100 Jahre alt geworden. Anlässlich seines 100. Geburtstags bringen wir seine grössten Hits und Melodien auf die Bühne des Bernhard Theaters in Zürich.

 

Eine Mischung aus Heimat-, Gotthelf-Film und Märchen in einem wunderhübschen Bühnenbild mit Geranien vor und karierten Vorhängen hinter den Fenstern. Zusammen mit den leicht überhöhten Masken und Kostümen wird eine zauberhafte Alpenwelt gezeigt. In dieser werden die Lieder von Artur Beul mit viel Hingabe eingebettet.

 

Nach der „Kleinen Niederdorfoper“ und „La Cage aux folles“  gastieren die Macher von spock productions mit einer weiteren musikalischen Komödie im Zürcher Bernhard-Theater.

 

Wer gerät bei „Am Himmel staht es Sternli  z’Nacht“ nicht ins Träumen, wer bei „Nach em Räge schiint d‘Sunne“, „Stägeli uf, Stägeli ab“ oder „Übere Gotthard flüget Bräme“ nicht in nostalgisches Schwärmen?

 

Artul Beuls hundertster Geburtstag ist Anlass genug,  diesen Ohrwürmern, verpackt in eine komische und berührende Handlung, wieder begegnen zu dürfen.

Artur Beul wurde am 9. Dezember 1915 in Einsiedeln geboren und verbrachte dort zusammen mit seiner Mutter und seiner Grossmutter seine Jugendzeit. Sein Vater starb sehr früh. Nach der Klosterschule in Einsiedeln studierte Beul an der Universität Freiburg und schloss an der Universität Zürich sein Studium als Mittelschullehrer ab. Seine ersten Anstellungen führten ihn nach Willerzell am Sihlsee. Weil es kaum Lieder für die Schüler gab, schrieb Beul kurzerhand selber Lieder mit eingängigen Melodien und kindgemässen Texten. So entstanden u.a. «Übre Gotthard flüged Bräme» und «Stägeli uf, Stägeli ab».

 

Beuls allererste Liedkomposition entstand bereits einige Jahre früher: Als Achtzehnjähriger schrieb er «Am Himmel staht es Sternli z'Nacht», das eines seiner bekanntesten Lieder werden sollte.

 

Eine Wende in seiner Laufbahn brachte die Begegnung mit dem Gesangstrio Geschwister Schmid, die dem jungen Musiker vorschlugen, für sie zu komponieren und sie als Pianist auf den Konzerttourneen zu begleiten. Diese Zusammenarbeit währte 10 Jahre und war überaus erfolgreich. Eine Einladung des Trios in die USA und die damit verbundene Karriere in Übersee hatte die Trennung von ihrem Komponisten zur Folge. In dieser Zeit lebte Beul bereits in Zollikon und arbeitete für andere Künstler wie das Duo Marthely Mumenthaler – Vrenely Pfyl, für Vico Torriani, Lys Assia und Hans Albers. Auch lernte er in dieser Zeit die deutsche Lili Marleen-Interpretin Lale Andersen kennen, die er 1949 heiratete. Als diese 1972 starb, zog er nach Südfrankreich und lebte dort als Kunstmaler. Nach zehn Jahren kehrte Beul in die Schweiz zurück, wo er bald darauf seine zweite Frau Pat Gysin kennenlernte.

 

Beuls Gesamtwerk umfasst mehr als 2000 Kompositionen. Sein grösster internationaler Erfolg ist «Nach em Räge schint d’Sunne», das 1945 von Marthely Mumenthaler und Vrenely Pfyl aufgenommen wurde. In den USA wurde das Lied unter dem Titel «When A Swiss Boy Goes Calling To A Swiss Miss In June» von den Andrews Sisters gesungen und lag ein halbes Jahr an der Spitze der Hitliste.

 

Anlässlich seines 80. Geburtstages erschienen Beuls Memoiren unter dem Titel: «Nach Regen scheint Sonne». 2005, Beul war inzwischen 90 Jahre, verabschiedete er sich definitiv von der Bühne. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend, was ihn dazu zwang, in ein Pflegeheim in Küsnacht zu ziehen. 2008 wird er zum zweiten Mal Witwer.

 

Kurz nach seinem 94. Geburtstag starb Artur Beul am 9. Januar 2010 und wurde auf eigenen Wunsch in seinem Heimatort Lachen beerdigt.

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